Handelskammer: Bremen muss in die kommunale Verkehrsinfrastruktur investieren. Zusätzliche Mittel auch für Brückenbauwerke erforderlich

(PM 10-2017, 17.02.2017) Aus Sicht der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven ist es richtig, dass der Verkehrssenator in den anstehenden Haushaltsberatungen zusätzliche Mittel für die Sanierung und den Erhalt der Bremer Brückenbauwerke einwerben will. Die drohende Sperrung oder so genannte Ablastung von Brücken hätte erhebliche negative Auswirkungen auf den Industrie-, Logistik und Außenhandelsstandort Bremen/Bremerhaven sowie auf die Erreichbarkeit von Gewerbegebieten und Stadtquartieren.
Der Senator weise zu Recht darauf hin, dass die Verkehrsinfrastruktur in den vergangenen Jahrzehnten deutschlandweit auf Verschleiß gefahren wurde. Dies gilt nach Auffassung der Handelskammer auch für Bremen, das auf Grund seiner Wirtschaftsstruktur und Geographie in besonderem Maße auf ein funktionierendes Verkehrssystem angewiesen ist.
Der Bund hat die Problematik für seinen Verantwortungsbereich erkannt und wird sich in den kommenden Jahren in einem Investitionshochlauf finanziell erheblich für die Sanierung und den Erhalt des Bundesfernstraßennetzes engagieren. Auch Bremen ist dringend gefordert, so die Handelskammer, seine kommunale Verkehrsinfrastruktur mit einem entsprechenden Mitteleinsatz zu erhalten. Dies gilt sowohl für die Brücken als auch für das Stadtstraßennetz insgesamt. Ansonsten drohen in den nächsten Jahren massive Verkehrseinschränkungen mit unabsehbaren negativen Folgewirkungen für die Wirtschaft.
Neben dem Erhalt und der Sanierung der Bestandsinfrastruktur ist aber auch ein zielgerichteter Ausbau des Verkehrsnetzes notwendig – wie im Verkehrsentwicklungsplan Bremen 2025 (VEP) beschlossen. Ausdrücklich unterstützt die Handelskammer daher den Verkehrssenator auch darin, Haushaltsmittel für die dringend notwendige Umsetzung des VEP einzuwerben.