IHK Nord: Zahl der Urlaubsgäste steigt - Lage der Reisewirtschaft entwickelt sich positiv

(PM 37-2017, 03.07.2017) Die IHK Nord hat mehr als 1.000 Betriebe des Gastgewerbes (Beherbergungs- und Gaststättenbetriebe) und der Reisewirtschaft (Reisebüros, Reiseveranstalter und Omnibusunternehmen) in den fünf norddeutschen Bundesländern zu deren konjunktureller Lage in der ersten Jahreshälfte 2017 befragt. Demzufolge hält die positive Stimmungslage im Gastgewerbe an und erreicht wie im zurückliegenden Herbst einen sehr guten Indexwert des Konjunkturklimas von 134 Punkten. Die Reisewirtschaft zeigt mit 128 Punkten, dass sich die Lage nach dem Tiefpunkt im Frühjahr 2016 positiv entwickelt und das Geschäft mit den Urlaubsreisen steigt. Der aus der Umfrage ermittelte Konjunkturklimaindex spiegelt die aktuelle Stimmung der Branchen zwischen 0 und 200 Punkten wider.
Die im Vergleich zur Sommersaison 2016 etwas schlechtere Bewertung der aktuellen Geschäftslage im Gastgewerbe erklärt sich durch die natürlichen saisonalen Schwankungen. Insgesamt wird die aktuelle Wintersaison im Gastgewerbe sogar positiver als im Vorjahr bewertet und auch in der Entwicklung der Geschäftslage in der kommenden Saison ist ein Aufwärtstrend zu verzeichnen. „Sehr positiv stellt sich die Entwicklung in der Reisebranche dar. Das Konjunkturtief vor einem Jahr scheint überwunden zu sein“, stellt Dr. Wolfgang Blank, Vorsitzender der IHK Nord, fest. „Zwar wird die Lage der Reisewirtschaft noch immer etwas schlechter als im Gastgewerbe bewertet, denn weiterhin sind viele klassische Urlaubsregionen im Ausland von Krisen gebeutelt, aber es stellt sich Besserung ein. Insgesamt zeigt sich ein Aufwärtstrend“, so der Präsident.
Dr. Blank betont: „Ganz besonders erfreulich ist, dass die Anzahl unserer Gäste im Norden weiter ansteigt. Insgesamt sollte in Zukunft aber noch mehr dafür getan werden, verstärkt Touristen aus dem Ausland in den Norden zu holen. Hier bieten sich noch viele ungenutzte Chancen für die Tourimuswirtschaft.“ Dem entgegen steht der enorme Handlungsbedarf in Bezug auf die Erreichbarkeit der gastgewerblichen Betriebe mit dem ÖPNV. Mehr als 40 Prozent der Befragten gaben an, dass hier ein hoher Verbesserungsbedarf besteht. Viele ausländische Touristen erreichen Deutschland mit dem Flugzeug und müssen sich für die Weiterfahrt für ein Verkehrsmittel entscheiden. Durch einen attraktiven ÖPNV könnten nicht nur norddeutsche Urlaubsorte fern von Flughäfen von zusätzlichen Touristen profitieren; es ließe sich auch vermeiden, dass Verkehrsadern zusätzlich durch PKW verstopft und damit die Attraktivität der norddeutschen Urlaubsdestinationen sinken würde. 

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Dr. Malte Heyne
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