Europa!

Kommentar von Harald Emigholz, Präses der Handelskammer Bremen


Sicher, Europa muss in manchen Punkten verbessert werden. Doch um das tun zu können, muss Europa zunächst einmal erhalten werden. Abwarten nach dem Motto "Wird schon nicht so schlimm werden", hat schon beim Votum über den Austritt Großbritanniens aus der EU nicht funktioniert. Die französischen Wähler haben sich dies offenbar zu Herzen genommen und für einen liberalen, europafreundlichen Präsidenten gestimmt. Auch wir hier im Land Bremen müssen aktiv werden, um den europäischen Gedanken zu stärken.
Bremen profitiert als Außenhandels- und Industriestandort unmittelbar von den europäischen Grundfreiheiten: Personenfreizügigkeit, freier Warenverkehr, freier Zahlungsverkehr und Dienstleistungsfreiheit. Die Länder der EU sind mit Exporten im Wert von circa 11,6 Milliarden Euro und Importen von circa 7,5 Milliarden Euro erste Handelspartner Bremens. Ein europäischer Binnenmarkt ohne Handelsbarrieren ist wichtig für Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft sowohl in der Hansestadt Bremen als auch in der Seestadt Bremerhaven.
Initiativen wie "Pulse of Europe" weisen mit ihren Aktivitäten auch in Bremen darauf hin, dass die Grundfreiheiten historische Errungenschaften sind, die individuelle Freiheit und Wohlstand sichern. Eine Beschneidung würde dramatische wirtschaftliche und politische Folgen haben. Lassen Sie uns deshalb, jeder einzelne, jederzeit für die Vorzüge Europas eintreten – für unsere gemeinsame, europäische Zukunft!
Jeden Monat stellt die Handelskammer-Zeitschrift "Wirtschaft in Bremen und Bremerhaven" ein aktuelles Thema zur Diskussion. Den Kommentar finden Sie immer auch an dieser Stelle.